Donnerstag, 21. Oktober 2010
Sie
Jeder Gedanke an sie, jeder Traum, in dem sie auftaucht, welche Gestalt auch immer sie tragen mag, bringt mich zum verzweifeln und nachdenken. Ihr Blick macht mich unterwürfig, ich versuche nicht ihm standzuhalten und könnte es wohl auch nicht. Ihre Art, meine unfassbar bescheuerten Witze, meine Aklkoholeskapaden, sowie meine depressiven Rückschläge zu tolerieren und sogar zu schätzen. Das psychische Wrack in mir zu erkennen und es Tag für Tag aufzubauen, das Leben erträglicher zu machen, das Leben mit ihr als einen einzigen Traum erscheinen zu lassen. Ihre Sinnlichkeit, ihr Humor. Ihre kleinen Macken, die sie noch liebenswürdiger machen, ihr Blitzen in den Augen, wenn sich unsere Lippen nähern, ihr unerträglicher Hang zum Übertreiben. Du versteckst dich hinter keiner Maske, nur um dich in der Gesellschaft anzupassen, du bist auch mal laut, du sagst den Leuten, was du von ihnen denkst, statt hinter ihren Rücken über sie zu reden und Intrigen zu spinnen, du hast eine große Klappe und dafür liebe ich dich. Ich würde lügen, würde ich sagen, du wärst keine Traumfrau. Wo - verdammte Scheiße... wo - bist du?

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Erst wenn man alleine ist und Zeit hat, nachdenkt , oder das Leben einfach suboptimal läuft, die Zukunft so ungewiss und realistisch gedacht nicht gut wird, man niemanden hat, mit dem man sich austauscht, oder mit dem man einfach auf dem Sofa sitzt und DVDs guckt, bloß um eine geliebte Person neben sich zu haben, man in sich keinen Tropfen Hoffnung mehr findet... erst dann wird einem bewusst, wie wenig man geschätzt hat, als man es besaß, wie wenig man schätzt, was man mit einigen Anstrengungen haben könnte und wie wertlos die Dinge sind, die man momentan besitzt.

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Freitag, 29. Mai 2009
Ausbruch
Alltag... alles wie immer. Druck, Stress, Versetzung gefährdet, arbeiten gehen für Zigaretten und Alkohol. Leben, um sich von Wochenende zu Wochenende zu schleppen. Unerfüllte Erwartungshaltungen; deine, die, der anderen. Pflegen sozialer Kontakte, "Guck nisch so scheiße". Nie nachgeben, durchsetzen! Zu viele Gedanken, Depressionen als Resultat. Chancenungleichheit... und immer diese Gedanken

SCHLUSSSTRICH!

Ab heute karibische Insel. Wasser versucht wellenförmig den Strand zu erreichen. Weißer, nachgiebiger Sand zwischen den Zehen. Entspannt im Liegestuhl ausruhen, eine Gauloises blau im Mund, ein 5,0 Original in der Hand. Nicht nobel, aber ein Stück vom Paradies. Die Sonne scheint mir auf meinen schirmgeschützten Kopf, ruhiger Wind kitzelt die Nerven. Karibikschönheiten toben sich am Strand aus oder sind für den Getränkenachschub zuständig. Egal was passiert, es ist ruhig. Der Kopf ist leer. Jeder Gedanke, der aufzukommen vermag, wird von langweiliger Leere vertrieben. Langweilig, aber gnädig. Nie wieder Sorgen machen um Zukunft, das Portmonnaie ist gefüllt. Sollte ich sterben, lande ich wieder genau hier. Kühle Finger massie....

Rrrrrring...

Das Klingeln des Weckers boxt mich wie ein stumpfer Schlag aus dem Traum. Wie ein Baseballschläger, der gleichmäßig die Schläfe bearbeitet. Müde auf dem Bett sitzen, Schule, Fahrstunde, Stress, Druck, Erwartungshaltung, Tod bedeutet Ende und Zustand der völligen Gefühlslosigkeit, Platz in der Gesellschaft?. Schon wieder so ein Tag. Schon wieder alles wie immer.

Ich will weg von hier, bitte.

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Sonntag, 10. Mai 2009
Es gibt kein Geist ohne Gestalt.
Spät abends, betrunken, trotzdem muss dieser Gedankengang jetzt noch raus.

Was ist das eigentlich... "wahre Liebe"? Warum sind die "süßen" Mädels mit den "süßen" Jungs leirt und die hässlichen mit den hässlichen? Es ist Fakt, es gibt kein Geist ohne Gestalt. Fragt sich nur, ob sich daher auch die "wahre Liebe" ausschließen lässt.

Ihr kennt das doch. Ihr seht bspw. ein Mädchen und lasst euch aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes in diese Richtung beeinflussen, dass ihr allein durch ihre schöne Hülle ein Stechen im Herzen fühlt. Anders ist auch die zweifelhafte "Liebe auf den ersten Blick" nicht zu erklären. Es ist aber auch so, dass ihr von äußerer Schönheit nicht auf die Inneren Werte schließen könnt. Solange das Mädchen auch keinen unglaublich abstoßenden Charakter hat, merkt ihr es wahrscheinlich garnicht, weil eure Herzen schon so sehr mit Lust und Verlangen vergiftet sind, dass Gefühle nicht mehr durchdringen.

Und wenn ein hässliches Mädchen den Charakter der Liebe eures Lebens hat, werdet ihr das nie erfahren, weil ihr euch und ihr nie die Chance dazu geben habt und es auch bei einer wiederholten Möglichkeit nie tun werdet.
Also sagt mir bitte, was ist in euren Augen Liebe? Ein riesiger Haufen Lügen, erzeugt durch Blindheit und äußerer Verblendung? Die Frage wird mich wohl mein Leben lang verfolgen.

Ich würde euch gerne mit auf den Weg geben, dass ihr euch nicht von Oberflächligkeiten beinflussen lassen sollt, dass es dafür aber schon längst zu spät ist, weiß auch ich und darum lass ich es.

Ich frage mich, ob ich jemals einen Menschen treffen werde, der wirkliche Schönheit zu schätzen weiß. Damit genug für heute.

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Donnerstag, 7. Mai 2009
Du bist so alt, wie du dich fühlst!
Träfe das zu, wäre ich wohl ein achzigjähriger, sich-alleinstehend-fühlender Frührentner, der die letzten Bruchstücke einer lächerlichen Koexistenz mühevoll zu überstehen versucht, jeden Tag mit der Angst vor dem unendlichen Nichts lebend. Gefangen in einer Mischung aus Hölle und 1984, das ich mein Zuhause nenne, säße ich auf meinem Sofa, schaute rundum die Uhr RTL2 und versuchte jeden möglich aufstrebenden Gedanken an den bevorstehenden Tod zu verdrängen. Ich fände mich damit nicht ab und würde jeden kleinsten Gedankenfetzen zurück tief in meinen Körper prügeln, um mich dann unvorbereitet vom Tod überraschen und übermannen zu lassen.

Ich hätte die Liebe meines Lebens ziehen lassen und während ich in dieser grausigen Einsamkeit vor mich hin vegitierte, kochte meine Frau nebenan das Essen. Ich wusste schon immer, dass sie mich liebt. Und ich hoffte mein Leben lang inständig, dass ich diese Gefühle irgendwann hätte erwidern können. Mit dieser Hoffnung trat ich vor den Altar und wüsste seit dem Ja-Wort, dass ich niemals glücklich sein würde. Ich möchte sie nicht verletzen und so ließe ich den Impuls, der mein Herz am Leben erhält, ziehen und ohne mich glücklich werden.

Ich säße auf meinem Sofa und obwohl nicht der geringste Hauch eines Raubtiers je meine Wohnung betrat, rieche es nach Katze. Ich würde die Augen schließen und über die Einsamkeit nachdenken. Warum habe ich ungewollt geheiratet? Warum habe ich mein junges Leben nur genossen, nie genutzt? Und dann würde ich feststellen, dass das, was ich bisher als Leben bezeichnete, ein Haufen Scheiße voller Lügen und Trieben war. Und so säß ich. Und säß. Und säß.

Es scheint, als ob es manchmal doch nicht ideal wäre, so alt zu sein, wie man sich fühlt.

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